Freitag, 21. Dezember 2018

Wünsche zum Jahresende


Der Vorstand der GfN wünscht allen Mitgliedern und allen Mitbürgern im Bürener Land ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute, Glück und Gesundheit für das kommende Jahr 2019 und natürlich allen einen guten Rutsch!
(Foto GfN/Hubertus Nolte)

Neuer GfN-Infostand: „Für ein wertvolles Stück Heimat“

Für die von dem NRW-Heimatministerium mittels Heimatscheck unterstütze Öffentlichkeitsarbeit, mit der wir als GfN im kommenden Jahr über unsere Naturschutzarbeit vor der eigenen Haustüre informieren und zur Mitarbeit auffordern wollen, ist nun der neue Infostand fertig.
Als Motiv haben wir uns bewusst für das im Volksmund „Blutströpchen“ genannte Esparsetten-Widderchen entschieden, das auf den von uns betreuten Halbtrockenrasen an den Steilhängen oberhalb des Sauertals bei Grundsteinheim vorkommt.
 Ein Esparsetten-Widderchen auf der Nahrungspflanze seiner Raupen, der Esparsette, von der es seinen Namen erhalten hat (Foto GfN)

Der auffällig gefärbte Schmetterling (Nachtfalter) wird auf der roten Liste in NRW als stark gefährdet aufgeführt und ist abhängig von einer extensiven Bewirtschaftung blütenreicher Offenlandschaften auf Kalkuntergrund, wie sie gerade im südlichen Teil des Kreises Paderborn noch zu finden sind. Hier gibt es noch wenige lokale Vorkommen, die es zu schützen und erhalten gilt.
Das „Blutströpchen“ steht somit für den Naturschutz „im Kleinen“, den die GfN vor Ort zum Erhalt eines wertvollen Stück unserer Heimat leistet.



Auf dem neuen Infostand mit einem Ausmaß von 4,20 m in der Breite und 2,30 m in der Höhe bilden zwei der Widderchen den Blickfang und machen sicherlich neugierig.
Der Infostand ist trotz seiner Größe sehr schnell und einfach aufzubauen und besitzt zudem eine kleine Infotheke, die gleichzeitig als Transportkoffer dient. Vervollständigt wird der Stand mit entsprechender Präsentationstechnik (u.a. Beamer). Er kann gerne von GfN-Mitgliedern bei eigenen Veranstaltungen vor Ort eingesetzt werden und steht ab sofort zur Verfügung.



Volles Haus zur JHV

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung, die aus persönlichen Gründen erst zum Ende des Jahres durchgeführt werden konnte, war unser Haus am Kump wieder einmal voll besetzt, so dass auch die Treppenstufen wieder als Sitzfläche herhalten mussten.
In der Versammlung berichtete Christian Finke über die inzwischen mehr als 30-jährige Arbeit auf unseren Naturschutzflächen, die sich zum Teil in unserem Eigentum befinden,  gepachtet sind oder von uns für die NRW-Stiftung betreut werden.

Kleinod am Königsweg: die vereinseigene „Musikantenecke“ bei Büren mit einem der größten Enzian-Vorkommen im Kreis Paderborn (Bild: GfN)
Gerade für die neuen Mitglieder – in den vergangenen 2 Jahren konnten 20 Neumitglieder aufgenommen werden – ein mehr als interessanter Streifzug über die unterschiedlichsten Naturschutzflächen im Bürener Land.
Neben den obligatorischen Berichten des Vorstandes standen auch Neuwahlen an. Erfreulicherweise konnte der geschäftsführende Vorstand um nunmehr 6 Beisitzer erweitert werden, so dass die Maximalzahl gem. unserer Satzung erreicht wurde.
Gewählt wurden:
In den geschäftsführenden Vorstand:
Hubertus Nolte, Vorsitzender
Gerhard Hegers, stellv. Vorsitzender
Dagmar Leven-Tietze, Schriftführerin
Christian Finke, Kassierer

In den erweiterten Vorstand als Beisitzer:
Franz Mattenklodt (Salzkotten)
Reinhold Uhl (Haaren)
Patrick Büker (Etteln)
Marc Meyer (Lichtenau)
Gudrun Ponta (Dörenhagen)
Kevin Gniosdorz (Bad Wünnenberg)

Der Vorstand freut sich auf die anstehenden Aktivitäten, bei denen das LEADER-Streuobstprojekt „Alt und Gesund“ wohl die meiste Arbeit mit sich bringen wird. Zudem sollen Exkursionen u.a. nach Ringelstein zur Alme-Renaturierung oder zu ausgewählten Eigentums- bzw. Betreuungsflächen stattfinden.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

GfN-Mitglieder erhalten Umweltpreis



Aus der Laudatio: „Wir ehren heute mit dem Umweltpreis des Regierungspräsidenten vier Personen, die gar nicht im Regierungsbezirk Arnsberg
wohnen, sie wohnen gleich nebenan im Kreis Paderborn. Aber sie haben im Sauerland sehr viele Stunden ehrenamtlich ohne Bezahlung gearbeitet. Ich kenne einige der Gruppe schon seit vielen Jahren und ich bin immer wieder überrascht und erstaunt über die vielen Ideen und die exzellente Umsetzung.“

So ungewöhnlich wie diese Preisvergabe an Christian Finke aus Büren,
Hubert Köhler aus Wewelsburg , Ralf Menne und Dieter Hülshoff, beide aus Bleiwäsche, so ungewöhnlich war auch ihr Projekt in den Jahren 2017 und 2018.
Einen alten Stollen, ein Rest einer ehemaligen Untertageverlagerung aus dem zweiten Weltkrieg, gut versteckt im Wald zwischen Marsberg und Brilon, haben sie für Fledermäuse hergerichtet und mit einem stabilen Tor gesichert.
Viele Schwierigkeiten waren zu überwinden und mit mehr als 250 Stunden
Arbeit war das alles schon recht aufwändig. Dafür ist jetzt für mehr als 25 Jahre dieses Fledermausquartier in seinem Bestand gesichert. Schon jetzt
halten gut geschützt mehrere Fledermausarten ihren Winterschlaf.  Für Bartfledermäuse, Fransenfledermäuse, Wasserfledermäuse und Braune Langohren ist der Stollen ideal, er bietet alle Temperaturzonen und reichlich Verstecke.

Ein ungestörtes Winterquartier ist nach dem trockenen Sommer, in dem sogar etliche kleinere Feuchtgebiete ausgetrocknet sind, und den wenigen Insekten im Herbst jetzt besonders wichtig. Zwei Monate früher als üblich, schon Anfang September, haben einige Arten ihre Winterquartiere aufgesucht. Nur so können sie die nahrungsarme Zeit überstehen.
Sollte es einen langen Winter geben, werden viele der in diesem  Jahr recht mageren Tiere diesen nicht überleben.
Das Insektensterben raubt den Fledermäusen ihre Nahrungsgrundlage.




Die Ursache ist bekannt, der übermäßige Einsatz von Gülle und Gift in der Landwirtschaft.
Die Fledermäuse sind zwar recht intelligent, dennoch hilflos.
Aber vielleicht können mutige Menschen mit ihrem Protest etwas bewegen.

Text und Fotos: Dieter Hülshoff

Steinkauz-Aktion der GfN in Borchen

Neue Wohnungen für Steinkauz-Paar in Borchen Im Sommer 2018 beobachtete ein GfN-Mitglied einen Steinkauz am Rande einer Streuobstwiese im ...