Mittwoch, 5. Februar 2020

GfN schneidet Kopfweiden in Wewelsburg

Die GfN (Gemeinschaft für Naturschutz im Bürener Land) mit Ihren Sitz in Bad Wünnenberg, Burgstr. 16, (Haus am Kump) ist wieder im Naturschutz aktiv.
Die Aktivitäten engagierter Menschen, die seit dreißig Jahren Kopfweiden schneiden, Fledermausstollen sichern und Wiesen mähen, bilden das Herz des Vereins.
Dem Verein gehört in der Bad Wünnenberger Oberstadt das ortsbildprägende Fachwerkgebäude Haus am Kump. Hier treffen sich Mitglieder der GfN und Interessierte zum regelmäßigen Austausch.

In der Gemeinschaft für Naturschutz sind über 100 Menschen in vielen Orten des Bürener Landes aktiv. So auch in Büren-Wewelsburg. Kopfweiden bilden einen wichtigen Bestandteil des Ökosystems an den Flussläufen und Auen. Sie dienen der Festigung der Flussufer ebenso wie sie Nistplätze für Vögel sind.
Doch Kopfweiden müssen gepflegt werden. Im Bereich des Flusslaufs der Alme übernimmt dieses seit vielen Jahren die Gemeinschaft für Naturschutz (GfN) im Altkreis Büren.
Es regnet kräftig. Die Männer, die sich am Flusslauf der Alme unterhalb der Wewelsburg abmühen, sind klitschenass und ihre Kleider von oben bis unten verschmutzt. Seit den frühen Morgen haben sie Kopfweiden beschnitten. Nur noch die Stämme sind zu sehen. Die dicken Äste, manche bis zu zehn Meter lang, hatten sie zu großen Haufen gestapelt. Über 40 Weiden hatten die acht Naturschützer seit dem Beginn der Aktion bereits geschnitten. „Wenn es gut läuft und wir mannstark sind, dann schaffen wir an drei Tagen bis zu 20 Bäume“, sagte Hubert Köhler, einer der Helfer. Seit 33 Jahre schneidet die GfN am Almeverlauf die Kopfweiden.


„Alle acht bis zehn Jahre muss die Weide geschnitten werden, sonst droht sie auseinanderzubrechen“, weiß Hubert Köhler.
Welche Aufgabe damit verbunden ist, wird auch an der Zahl der Kopfweiden deutlich. Allein entlang der Alme stehen im Altkreis Büren über400 Weiden. Die abgeschnitten Äste werden geschreddert
und der Umwelt als Mulch wieder zugeführt. Die GfN im Altkreis Büren hat derzeit rund 120 Mitglieder.
 von Johannes Büttner

GfN
Hubertus Nolte, Vorsitzender
Burgstr. 16
33181 Bad Wünnenberg
Tel.:02953-965939-0
Mobil: 0171-5498760
e-mail: info@gfnev.de
Internet: www.gfnev.de

Montag, 20. Januar 2020

Arbeitseinsatz Kopfweiden Wewelsburg

Am 18.01.2020 haben wir in Wewelsburg Kopfweiden gepflegt. Da wir nicht fertigt geworden sind, ist ein zweiter Einsatz notwendig.
Dieser ist am 1.2.2020, ein Samstag, geplant

Wir starten wie immer um 9 Uhr.
Mitzubringen sind festes Schuhwerk, Handschuhe und falls vorhanden eine Forke.
Der Treffpunkt ist :Kreuzung „An der Alme-Kuhberg“, unterhalb der Burg.
Für Verpflegung wird gesorgt.





Mittwoch, 18. Dezember 2019

Frohe Weihnacht



Das alte Jahr 2019 neigt sich dem Ende. Anlaß allen Aktiven nochmals für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden in den großen oder kleinen Projekten zum Wohle der Natur und der Umwelt, in der wir alle leben, zu danken.
Der Vorstand der GfN wünscht allen Menschen im Bürener Land ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute, Glück und Gesundheit für das kommende Jahr 2020 und natürlich allen einen guten Rutsch!
Wir freuen uns auf ein hoffentlich wieder ebenso aktives neues Jahr zusammen mit Euch.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Pflegearbeiten an den Kopfweiden

Wir wollen 2 Arbeitseinsätze im nächsten Jahr anbieten.
Diese sollen am 18.01.2020 und am 22.02.2020 stattfinden.
An diesem Samstag sollen Kopfweiden gepflegt werden. Dazu werden viele Helfer benötigt.
Beginn ist um 9 Uhr.

Der Treffpunkt ist : Kreuzung ,An der Alme-Kuhberg` ,unterhalb der Burg.

Mitzubringen sind festes Schuhwerk, Handschuhe und wenn möglich eine Forke.

Für die Verpflegung wird gesorgt.




Mittwoch, 30. Oktober 2019

Jahreshauptversammlung der GfN am 21.11.2019

Am Donnerstag, den 21.11.2019,
findet die diesjährige JHV der GfN im Haus am Kump in Bad Wünnenberg statt.
Beginn ist um 19 Uhr.
Neben den üblichen Regularien wird unser GfN-Mitglied und Vorsitzender des Kreisimkerverein Hochsauerland Klaus Stute unter dem Motto:
„Bienen und Wildbienen brauchen Blütenvielfalt“


(Zeitungsbericht in der Westfalenpost vom 28.09.2019)
seine Imkerei und dann seine Anregungen zum Thema Kompensations- und Grünflächengestaltung zum Wohl der Honig- & Wildbienen vorstellen. Hierbei geht es besonders um Wegraine und Straßenränder, ein Apell an die Landwirtschaft insbes. zum Ackerbau.
Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Vortrag “Insektensterben in Mitteleuropa”

7 wichtige Erkenntnisse über das Insektensterben

Der Vortrag wurde gehalten von Professor Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück am 23.10. im Kreishaus Paderborn.

Gerald Klocke und ich (Gudrun Ponta) haben uns diesen sehr interessanten Vortrag angehört und haben einige Erkenntnisse zum Insektensterben mitnehmen können.


1. Das Insektensterben ist kein neues Phänomen

Das dramatische Insektensterben, das nun erst etwas Beachtung findet, hat bereits nach dem 2. Weltkrieg begonnen. In den 50er Jahren nahm es richtig Fahrt auf, inzwischen ist der Insektenrückgang im freien Fall.

Erst sterben die Insekten, dann die Vögel – die ersten Vögel, die durch das Insektensterben aussterben, sind die großen Insektenfresser. Früher weit verbreitete Vogelarten, die deshalb bereits ausgestorben sind, sind zum Beispiel die Blauracke, der Rotkopfwürger und der Schwarzstirnwürger.


2. Landnutzungswandel – Hauptursache für das dramatische Insektensterben

a. Der Landnutzungswandel (mit weitem Abstand der wichtigste Faktor)
b. Klimawandel
c. Stickstoff-Überdüngung

Früher war die gesamte Landschaft Lebensraum. Heute gibt es nur noch sogenannte “Fragmentierte Landschaft”, in der ökologische Bereiche nur noch in Fragmenten vorhanden sind. Neben den nur noch bruchstückhaften Habitatinseln bezeichnet man die übrigen, ökologisch wertlosen Flächen “Matrix” – also Straßen, versiegelte Fläche, Monokultur-Ackerflächen usw.

Insbesondere die Verkehrs- und Siedlungsflächen haben massiv zugenommen, gleichzeitig ist okölogisch wertvolles Ödland (Moore, Heide, Ackerbrache) sowie extensiv genutztes Grünland dramatisch zurückgegangen. Es bleibt einfach kein Lebensraum für die Insekten – für andere Tiere übrigens auch nicht.

In der fragmentierten Landschaft haben Insekten, die sogenannte “geschlossene Populationen” bilden, etwas bessere Überlebenschancen, weil sie in einzelnen Habitaten überleben können – aber nur, wenn das Habitat groß genug ist und eine gute Habitatqualität aufweist. Kleine Habitate werden vom Rand her von Pestiziden oder Herbiziden bis ins Zentrum beeinträchtigt, so dass diese kleinen Bereiche für Insekten oft wertlos sind.

Insekten, die sogenannte “Metapopulationen” bilden, sind auf einen Habitatverbund angewiesen und können in Einzelhabitaten nicht überleben. Sie brauchen Habitate, die nahe beieinander oder zum Beispiel über lineare Strukturen wie Ackerraine verbunden sind.


3. Viele Insekten benötigen Wärme und damit offene Flächen

Die Vegetationsphasen auf einer Fläche werden “Sukzessionsstadien” genannt. Wenn durch Sturm oder auch Kahlschlag auf einmal viele Bäume weg sind, beginnt dort der Vegetationsaufwuchs von neuem. Erst gibt es Gräser, dann Baumschößlinge, Büsche usw. bis wieder ein geschlossener Wald entsteht. Viele Insekten benötigen die frühen Sukzessionsstufen, weil nur in dieser Phase ausreichend Sonne und Wärme an den Boden gelangt, wo sich wärmeliebende Insekten entwickeln können.

Durche den dramatischen Rückgang extensiver Grünflächen, Heide usw. sind Lebensräume weggefallen, die immer wieder in frühe Sukzessionsstufen versetzt werden. Auch die “naturnahe” Waldwirtschaft, bei der nur einzelne Bäume entnommen werden, ist tatsächlich für viele Insektenarten nachteilig, weil keine Sonne und Wärme an den Boden gelangt.

Durch die fehlenden Störungen in den Habitaten und das komplette Zuwachsen kommt es daher mikroklimatischen Abkühlungen, die wärmebedürftigen Insekten die Lebensgrundlage entziehen.

Auch das “auf den Stock setzen” von Hecken ist eine “Störung”, die für viele Insekten überlebenswichtig ist. Wenn allerdings alle Hecken im Umkreis niedergemacht werden, bleibt für viele Tiere und Insekten kein Rückzugsraum mehr.


4. Die Vielfalt der Landschaft ist der Schlüssel für Insekten- und Artenvielfalt

Die sogenannte Habitat-Heterogenität ist extrem wichtig, wenn wir die Biodiversität auch nur ansatzweise erhalten möchten. Ein vielfältiger Lebensraum bietet nicht nur grundsätzlich vielen Arten eine Heimat, sondern sichert durch unterschiedliche Mikroklimata auch höhere Überlebenschancen bei Wetterextremen wie besonders heißen Sommern oder sehr kalten Wintern.

Um unsere Insektenarten vor dem kompletten Aussterben zu retten, müssen wir groß denken, ein Blühstreifen oder eine bepflanzte Verkehrsinsel helfen nicht – erst recht nicht, wenn handelsübliche Blühmischungen zum Einsatz kommen, mit denen heimische Insekten nichts anfangen können.

Zudem benötigen Insekten für ihr gesamten Entwicklungstadium nicht nur eine Blüte im Sommer. Meist wird auch nur an Bienen gedacht – und nicht einmal an Wildbienen, sondern an Honigbienen, die aber in keiner Weise bedroht sind. Mehr dazu im Wildbienen-Beitrag.

Auch wenn sie so klein sind, Insekten benötigen oft große Flächen mit bestimmten Faktoren, um zu überleben.


5. Was gegen Insektensterben hilft

Die bisherigen Naturschutzmaßnahmen reichen nicht, um unsere Insektenwelt vor dem Aussterben zu bewahren! Nur Pestizide verbieten würde nicht reichen, auch nicht die komplette Umstellung auf Biolandbau. Es braucht viel mehr:

  • Habitatverbunde schaffen / Lebensrauminseln verbinden (“grüne Bänder”)
  • Renaturierung von Matrix-Flächen
  • keine Herbizide an Feldrainen
  • Ackerbrachen
  • heimische Ackerwildkräuter fördern


6. Erschreckend: Acker-Samenbank durch Herbizide aufgebraucht

Die Ackerwildkräuter haben über tausende von Jahren überleben können – auch jahrelange Dürren konnten Ihnen nichts anhaben. Jedes Jahr keimen nur etwa 6-8% der Samen, so dass ihr Überleben über etwa 15 Jahre gesichert ist. Durch den Einsatz von Herbiziden ist diese Samenbank aufgebraucht, es gibt keine Samen mehr in den Äckern und an Ackerrand, die keimen können. Der Mensch hat in wenigen Jahren zerstört, was über Jahrtausende das Überleben von Pflanzen und Tieren gesichert hat.


7. Kalkmagerrasen – das Zentrum der Artenvielfalt

Auf den früher in ganz Mitteleuropa weit verbreiteten Kalkmagerrasen gab es immer die höchste Insektendichte und Insektenvielfalt. Durch die irrwitzig hohe Überdüngung mit Stickstoff gibt es diese mageren Flächen fast nicht mehr. Ein wichtiges Ziel des Insektenschutzes muss also der Schutz, Erhalt und die Renaturierung von Kalkmagerrasen sein.

Weitere Infos hier: www.fartmann.net

Regionale, heimische Samenmischungen gibt es hier: https://www.rieger-hofmann.de/home.html

Fotos: fartmann.net (

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Einweihung Fledermaus-Quartier in Borchen

Über 100 Interessierte am Felsenkeller am Mallinckrodthof

Mit großer Resonanz haben wir am 6.10.2019 den historischen Felsenkeller im Mallinckrodtpark in Nordborchen als neues Winterquartier für Fledermäuse eingeweiht.



Gerald Klocke, GfN-Steinkauz-Beauftragter und Ortsvorsteher von Nordborchen hatte die Idee, den unterirdischen Gewölbekeller zu einem Fledermauskeller umzuwidmen. Dass die Idee sehr sinnvoll war, bewies eine Untersuchung mit einem sogenannten “Bat-Detektor” im Herbst 2018. Dabei konnten zahlreiche Rufe der Zwergfledermaus, Wasserfledermaus und der Rauhautfledermaus aufgezeichnet werden.
v.l. Hubertus Nolte, Vors. GfN Bürener Land, Gerald Klocke, OV Nordborchen, Dr.  Hans Günter Festl, NABU Paderborn


Zunächst mussten allerdings Gemeinderat und Denkmalbehörde der Umnutzung zustimmen, denn der Felsenkeller steht unter Denkmalschutz. 2018 wurden die nötigen Maßnahmen von Borchener GfN-Mitgliedern unter Federführung von Gerald Klocke durchgeführt.

Unter anderem haben wir eine Berieselungsanlage, Zwischenwände und Steine als Verstecke installiert. Unser besonderer Dank gilt Borchens Gemeinde-Heimatpfleger Konrad Lüke, den Pfadfindern Nordborchen, Schülern der Sekundarschule Borchen sowie Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde Borchen für die tatkräftige Unterstützung des Projekts.


Zur Eröffnung kamen viele Borchener Bürger und Bürgerinnen. Gerald konnte den Keller drei Stunden nicht verlassen, weil das Interesse so groß war und Besucher die ganze Zeit den Keller geradezu belagerten und viele Fragen rund um die faszinierenden Fledermäuse stellten.

Die Aktiven des Projektes


Wir hatten ein großes Zelt mit Kaffee-Bar, das uns freundlicherweise die Pfadfinder aufgebaut haben. Das Wetter hat ganz wunderbar mitgespielt und wir haben weitere Interessierte für unsere nächsten Naturschutz-Projekte in Borchen gewonnen – ein rundum gelungenes Event!


Sehr gut kam auch die Ausstellung von handgemalten Portraits unserer heimischen Fledermausarten an, die uns Dirk Tornede vom NABU Kreis Paderborn zur Verfügung stellte und die wir im Gewölbekeller aufgehängt haben.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Exkursion zur renaturierten Alme

Die GfN bietet ihren Mitgliedern und interessierten Bürgern eine Besichtigung der unter Federführung des Wasserverbandes Obere Lippe (WOL) in 2018 abgeschlossenen Almerenaturierung bei Ringelstein an. Die Entfesselung des größten Flusses im Bürener Land dürfte der Alme auf einer Länge von 1,3 km eine neue Dynamik verliehen haben, die sich sicherlich durch neu entstandene Steilufer, tiefe Kolke, sowie Kiesinseln und Sandbänke eindrucksvoll erkennen lässt.


(Foto: WOL)

Die Besichtigung erfolgt unter der Leitung von Volker Karthaus (WOL) am Freitag, den 11.10.2019, 15.00 bis 17.00 Uhr. Treffpunkt Parkplatz am Eichenweg – Almebrücke in Ringelstein. Gummistiefel nicht vergessen.

Sonntag, 29. September 2019

Der Felsenkeller in Borchen wird Fledermaus-Quartier

Einladung für alle Fledermaus-Interessenten aus Borchen zur Einweihung des neuen Winterquartiers für Fledermäuse
 
Sonntag 6.10.2019
14-17 Uhr
Am Felsenkeller im Mallinckrodtpark

Es gibt Kaffee, Kuchen und selbstgemachte Leckereien

Sonntag, 22. September 2019

Einsatz für Wacholder & Co.

Bei Kaiserwetter fand an diesem Wochenende der erste Arbeitseinsatz an der Musikantenecke in Hegensdorf in diesem Jahr statt. Der Kalkhalbtrockenrasen ist im Eigentum der GfN und wird seit Jahren durch die Mitglieder gepflegt und betreut. Aktuell wurde eine Entbuschungsfläche aus dem letzten Winter nachgepflegt und Zaunschneisen für den Schäfer hergestellt. Die Schafe leisten den wertvollsten Beitrag zum Erhalt von Wacholder, Enzian und Golddistel.

Rast unter Wacholdern. Gute Verpflegung ist das wichtigste bei jedem Arbeitseinsatz.

Mit dem Wiesenmulcher wird Stockausschlag der Schlehe geschnitten und Zaunschneisen für die Schafbeweidung hergestellt.

GfN schneidet Kopfweiden in Wewelsburg

Die GfN (Gemeinschaft für Naturschutz im Bürener Land) mit Ihren Sitz in Bad Wünnenberg, Burgstr. 16, (Haus am Kump) ist wieder im Naturschu...