Mittwoch, 9. Januar 2019

Führung an der renaturierten Alme entlang

Der Wasserverband Obere Lippe (WOL) hat im vergangenen Jahr
die Alme bei Büren-Ringelstein erfolgreich renaturiert. Bislang äh-
nelte der einzige Karstfluss in NRW an dieser Stelle eher einem
Kanal als einem Fluss. Durch die Umgestaltung ist sie um rund
400 Meter verlängert worden. Die Alme fließt jetzt wieder ganz
natürlich, mit Biegungen und Wendungen, auf Länge von rund
1,3 Kilometern durch das Land. Dieser renaturierte Abschnitt ist
der längste seiner Art an der Alme. Der WOL möchte das Ergebnis
präsentieren und lädt alle Interessierten für Samstag, 12. Januar,
zu einer kostenlosen Führung ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr der
Parkplatz am Eichenweg im Bereich der Kreuzung Almetal. Unbe-
dingt mitzubringen sind Gummistiefel. Der Erwerb von 40 Hektar
Flächen des ehemaligen Haus Büren’scher Fonds durch die NRW-
Stiftung hat es den beiden Projektpartnern, der Gemeinschaft für
Naturschutz im Bürener Land und dem Wasserverband Obere Lip-
pe (WOL), ermöglicht, die Renaturierung der Alme und der Aue zu
planen und dank der Bereitstellung von Fördergeldern auch um-
zusetzen. Fragen im Vorfeld der Exkursion beantwortet der Pro-
jektingenieur des WOL, Elmar Schniedermeier, per E-Mail: schnie-
dermeier(|)wol-nrw.de.

Freitag, 21. Dezember 2018

Wünsche zum Jahresende


Der Vorstand der GfN wünscht allen Mitgliedern und allen Mitbürgern im Bürener Land ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute, Glück und Gesundheit für das kommende Jahr 2019 und natürlich allen einen guten Rutsch!
(Foto GfN/Hubertus Nolte)

Neuer GfN-Infostand: „Für ein wertvolles Stück Heimat“

Für die von dem NRW-Heimatministerium mittels Heimatscheck unterstütze Öffentlichkeitsarbeit, mit der wir als GfN im kommenden Jahr über unsere Naturschutzarbeit vor der eigenen Haustüre informieren und zur Mitarbeit auffordern wollen, ist nun der neue Infostand fertig.
Als Motiv haben wir uns bewusst für das im Volksmund „Blutströpchen“ genannte Esparsetten-Widderchen entschieden, das auf den von uns betreuten Halbtrockenrasen an den Steilhängen oberhalb des Sauertals bei Grundsteinheim vorkommt.
 Ein Esparsetten-Widderchen auf der Nahrungspflanze seiner Raupen, der Esparsette, von der es seinen Namen erhalten hat (Foto GfN)

Der auffällig gefärbte Schmetterling (Nachtfalter) wird auf der roten Liste in NRW als stark gefährdet aufgeführt und ist abhängig von einer extensiven Bewirtschaftung blütenreicher Offenlandschaften auf Kalkuntergrund, wie sie gerade im südlichen Teil des Kreises Paderborn noch zu finden sind. Hier gibt es noch wenige lokale Vorkommen, die es zu schützen und erhalten gilt.
Das „Blutströpchen“ steht somit für den Naturschutz „im Kleinen“, den die GfN vor Ort zum Erhalt eines wertvollen Stück unserer Heimat leistet.



Auf dem neuen Infostand mit einem Ausmaß von 4,20 m in der Breite und 2,30 m in der Höhe bilden zwei der Widderchen den Blickfang und machen sicherlich neugierig.
Der Infostand ist trotz seiner Größe sehr schnell und einfach aufzubauen und besitzt zudem eine kleine Infotheke, die gleichzeitig als Transportkoffer dient. Vervollständigt wird der Stand mit entsprechender Präsentationstechnik (u.a. Beamer). Er kann gerne von GfN-Mitgliedern bei eigenen Veranstaltungen vor Ort eingesetzt werden und steht ab sofort zur Verfügung.



Volles Haus zur JHV

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung, die aus persönlichen Gründen erst zum Ende des Jahres durchgeführt werden konnte, war unser Haus am Kump wieder einmal voll besetzt, so dass auch die Treppenstufen wieder als Sitzfläche herhalten mussten.
In der Versammlung berichtete Christian Finke über die inzwischen mehr als 30-jährige Arbeit auf unseren Naturschutzflächen, die sich zum Teil in unserem Eigentum befinden,  gepachtet sind oder von uns für die NRW-Stiftung betreut werden.

Kleinod am Königsweg: die vereinseigene „Musikantenecke“ bei Büren mit einem der größten Enzian-Vorkommen im Kreis Paderborn (Bild: GfN)
Gerade für die neuen Mitglieder – in den vergangenen 2 Jahren konnten 20 Neumitglieder aufgenommen werden – ein mehr als interessanter Streifzug über die unterschiedlichsten Naturschutzflächen im Bürener Land.
Neben den obligatorischen Berichten des Vorstandes standen auch Neuwahlen an. Erfreulicherweise konnte der geschäftsführende Vorstand um nunmehr 6 Beisitzer erweitert werden, so dass die Maximalzahl gem. unserer Satzung erreicht wurde.
Gewählt wurden:
In den geschäftsführenden Vorstand:
Hubertus Nolte, Vorsitzender
Gerhard Hegers, stellv. Vorsitzender
Dagmar Leven-Tietze, Schriftführerin
Christian Finke, Kassierer

In den erweiterten Vorstand als Beisitzer:
Franz Mattenklodt (Salzkotten)
Reinhold Uhl (Haaren)
Patrick Büker (Etteln)
Marc Meyer (Lichtenau)
Gudrun Ponta (Dörenhagen)
Kevin Gniosdorz (Bad Wünnenberg)

Der Vorstand freut sich auf die anstehenden Aktivitäten, bei denen das LEADER-Streuobstprojekt „Alt und Gesund“ wohl die meiste Arbeit mit sich bringen wird. Zudem sollen Exkursionen u.a. nach Ringelstein zur Alme-Renaturierung oder zu ausgewählten Eigentums- bzw. Betreuungsflächen stattfinden.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

GfN-Mitglieder erhalten Umweltpreis



Aus der Laudatio: „Wir ehren heute mit dem Umweltpreis des Regierungspräsidenten vier Personen, die gar nicht im Regierungsbezirk Arnsberg
wohnen, sie wohnen gleich nebenan im Kreis Paderborn. Aber sie haben im Sauerland sehr viele Stunden ehrenamtlich ohne Bezahlung gearbeitet. Ich kenne einige der Gruppe schon seit vielen Jahren und ich bin immer wieder überrascht und erstaunt über die vielen Ideen und die exzellente Umsetzung.“

So ungewöhnlich wie diese Preisvergabe an Christian Finke aus Büren,
Hubert Köhler aus Wewelsburg , Ralf Menne und Dieter Hülshoff, beide aus Bleiwäsche, so ungewöhnlich war auch ihr Projekt in den Jahren 2017 und 2018.
Einen alten Stollen, ein Rest einer ehemaligen Untertageverlagerung aus dem zweiten Weltkrieg, gut versteckt im Wald zwischen Marsberg und Brilon, haben sie für Fledermäuse hergerichtet und mit einem stabilen Tor gesichert.
Viele Schwierigkeiten waren zu überwinden und mit mehr als 250 Stunden
Arbeit war das alles schon recht aufwändig. Dafür ist jetzt für mehr als 25 Jahre dieses Fledermausquartier in seinem Bestand gesichert. Schon jetzt
halten gut geschützt mehrere Fledermausarten ihren Winterschlaf.  Für Bartfledermäuse, Fransenfledermäuse, Wasserfledermäuse und Braune Langohren ist der Stollen ideal, er bietet alle Temperaturzonen und reichlich Verstecke.

Ein ungestörtes Winterquartier ist nach dem trockenen Sommer, in dem sogar etliche kleinere Feuchtgebiete ausgetrocknet sind, und den wenigen Insekten im Herbst jetzt besonders wichtig. Zwei Monate früher als üblich, schon Anfang September, haben einige Arten ihre Winterquartiere aufgesucht. Nur so können sie die nahrungsarme Zeit überstehen.
Sollte es einen langen Winter geben, werden viele der in diesem  Jahr recht mageren Tiere diesen nicht überleben.
Das Insektensterben raubt den Fledermäusen ihre Nahrungsgrundlage.




Die Ursache ist bekannt, der übermäßige Einsatz von Gülle und Gift in der Landwirtschaft.
Die Fledermäuse sind zwar recht intelligent, dennoch hilflos.
Aber vielleicht können mutige Menschen mit ihrem Protest etwas bewegen.

Text und Fotos: Dieter Hülshoff

Dienstag, 27. November 2018

Mitgliederversammlung der GfN

am    07. Dezember 2018
im    Haus am Kump in    der Burgstr. 16, 33181 Bad Wünnenberg
um    18:00 Uhr.
Tagesordnung
1.    Eröffnung und Begrüßung
2.    Festlegung der Tagesordnung
3.    Rechenschaftsbericht des Vorstandes
4.    Kassenbericht
5.    Bericht der Kassenprüfer
6.    Entlastung des Vorstandes
7.    Wahl des Vorstandes
8.    Wahl der Kassenprüfer
9.    Vortrag - Naturschutzflächen der GfN - eine Bilanz aus 30 Jahren Naturschutz (C. Finke)
10.    Ausblick auf 2019: Jahresprogramm, Projekte (Wegrand, Streuobst und Steinkauz)
11.    Verschiedenes
Im Anschluss an die Versammlung wollen wir den Abend gemütlich im Haus am Kump
ausklingen lassen. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und auf einen interessanten Abend.

Dienstag, 30. Oktober 2018

„Für ein schönes Stück Heimat – aktiver Naturschutz im Bürener Land“

GfN erhält für ihr Engagement Förderung vom Heimatministerium NRW
Unter dem Motto: „Für ein schönes Stück Heimat – aktiver Naturschutz im Bürener Land“ will die GfN durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit unsere Mitbürger ansprechen sich aktiv in die Naturschutzarbeit vor der eigenen Haustüre einzubringen.
Mithilfe von Flyern und Infoveranstaltungen soll die Arbeit der GfN im Bürener Land dargestellt werden und einladen, sich in unserer Gemeinschaft zu engagieren und eigene Projekt zum Erhalt unserer Natur in unserer Heimat zu entwickeln.



Als einer der ersten Vereine in OWL erhielt die GfN für ihr Engagement bereits im September 2018 eine Unterstützung aus dem neuen Heimatförderprogramm.
Mit dem Heimat-Scheck unterstützt das NRW Heimatministerium solch ein Engagement, die Menschen für die lokalen und regionalen Besonderheiten unserer gemeinsamen Heimat zu begeistern, mit einem Betrag von 2.000,- €. Die GfN sagt dem Heimatministerium NRW herzlichen Dank!

Mittwoch, 5. September 2018

GfN trauert um ihren stellv. Vorsitzenden Franz Meyer

Unser Vorstandsmitglied Franz Meyer verstarb am 1. September 2018 viel zu früh im Alter von nur 55 Jahren. Auch wenn wir von seiner schweren Erkrankung wussten, so hofften und wünschten wir ihm, dass er es nochmal schafft, sie zu überwinden. Die Nachricht von seinem Tod macht uns daher umso trauriger.
Die GfN verliert mit Franz einen überzeugten und sehr aktiven Umweltschützer, dem gerade die Natur in seiner Heimat Lichtenau und dem Bürener Land sehr am Herzen lag. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Die Trauerfeier findet am Freitag, den 7.9.2018, um 14.30 Uhr in der Lichtenauer Pfarrkirche St. Kilian statt. Anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Lichtenau.

Zur Erinnerung an ihn werden wir im Herbst an einem passenden Ort einen Baum pflanzen.

Der Klönabend am gleichen Tag im Haus am Kump fällt aus.

Donnerstag, 26. Juli 2018

NRW-Stiftungspräsident Uhlenberg besichtigt Renaturierungsmaßnahme im oberen Almetal

Der neue Präsident der NRW-Stiftung kam Anfang Juli nach Ringelstein um sich ein Bild vom Forstschritt zu den Renaturierungsarbeiten an der oberen Alme zu machen, zu denen im vergangenen Sommer der Spatenstich erfolgte.

Zusammen mit Mitarbeitern der NRW-Stiftung ließ er sich von Carsten Schnell, Biostation und dem Geschäftsführer des Wasserverbandes Obere Lippe, Volker Karthaus,  Informationen zum Vorhaben und zum Stand der Arbeiten geben. Von der GfN nahmen Christian Finke und Hubertus Nolte sowie der zuständige Revierbeamte des Regionalforstamtes Hochstift, Herr Bertmann, an dem besonderen Termin teil.

Die Teilnehmer der kleinen Exkursion an einer der neu angelegten Almeschleife


Neben der Neugestaltung der Alme mit zahlreichen Schleifen – die Länge der Alme von 900 m an dieser Stelle wird durch die Renaturierungsmaßnahmen um 600 m verlängert – fiel auch der hohe Totholzeintrag im neuen Flußbett auf.



  

Diese toten Bäume, Äste oder Wurzelstücke geben dem Flußbett und dem Ufer Struktur und den Tieren somit neuen Lebensraum. Durch die unterschiedlichen Strömungen und Verwirbelungen entstehen wertvolle Laichplätze. Mit den Fischen und Kleintieren kommen dann auch Vögel – wie der Schwarzstorch.

    




NRW-Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg zeigte sich sehr interessiert an dieser außergewöhnlichen Maßnahme und erhielt vom WOL-Geschäftsführer Karthaus zahlreiche Erläuterungen an den einzelnen Besichtigungspunkten.
Im August wird der 1. Bauabschnitt der Renaturierungsmaßnahme fertig gestellt und eingeweiht werden.
 







Start Streuobstnetzwerk NRW

 – Stadt Bad Wünnenberg ergänzt wertvollen Altbestand
Der NABU NRW fördert in diesem Jahr die Anpflanzung von Obstbäumen im Rahmen des neuen Streuobstnetzwerkes NRW. Gerade die alten Streuobstbestände in NRW nehmen ab, so dass der Schwerpunkt der Förderung auf der Ergänzung solcher alter Obstwiesen mit jungen Bäumen liegt.
Auf Vorschlag der GfN führte die Stadt Bad Wünnenberg in Abstimmung mit dem Bürgermeister Rüther und dem Leiter des städtischen Bauhofes, Herrn Pagelkopf, im Frühjahr eine Pflanzaktion im Bereich der alten Streuobstwiese am Köpkesberg am westlichen Ortsrand von Leiberg durch.

 Auf der Streuobstwiese, die beweidet wird, standen in diesem Jahr die alten Obstbäume – wie auch an vielen anderen Orten im Bürener Land - in voller Blüte. So strotzen die alten Bäume nur so vor Kraft:





In diese alte Streuobstwiese wurden dann einige junge Obstbäume vom Bauhof der Stadt nachgepflanzt, die so ergänzt wieder ihre alte Ausdehnung erhalten hat:









Die Auswahl der Bäume – natürlich alles alte Sorten – oblag Herrn Pagelkopf, ausgewiesener Fachmann für die alten Obstsorten.




Dabei achtete der Bauhofleiter auf Sorten mit möglichst hohem Polyphenolgehalt, wie bei den hier auch angepflanzten Sorten „Roter Boskopp“ oder „Prinz Albrecht von Preussen“. Diese allergenarmen Sorten wirken besonders gesundheitsfördernd und können auch von Apfelallergikern gegessen und genossen werden.  Dieses ist ja auch das Hauptanliegen des neuen GfN-Projektes „Alt und gesund!“.
Leider war aufgrund des Kreisfamilientages der Stadt und anderen Aktionen der GfN im Frühjahr noch keine Zeit, diese Aktion der Öffentlichkeit vorzustellen. Wir werden daher später im Jahr diese tolle Aktion der Stadt Bad Wünnenberg noch besonders würdigen, aber danken jetzt schon einmal Herrn Pagelkopf und seinem Team für die tolle Umsetzung.




Führung an der renaturierten Alme entlang

Der Wasserverband Obere Lippe (WOL) hat im vergangenen Jahr die Alme bei Büren-Ringelstein erfolgreich renaturiert. Bislang äh- nelte der ei...