Mittwoch, 5. September 2018

GfN trauert um ihren stellv. Vorsitzenden Franz Meyer

Unser Vorstandsmitglied Franz Meyer verstarb am 1. September 2018 viel zu früh im Alter von nur 55 Jahren. Auch wenn wir von seiner schweren Erkrankung wussten, so hofften und wünschten wir ihm, dass er es nochmal schafft, sie zu überwinden. Die Nachricht von seinem Tod macht uns daher umso trauriger.
Die GfN verliert mit Franz einen überzeugten und sehr aktiven Umweltschützer, dem gerade die Natur in seiner Heimat Lichtenau und dem Bürener Land sehr am Herzen lag. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Die Trauerfeier findet am Freitag, den 7.9.2018, um 14.30 Uhr in der Lichtenauer Pfarrkirche St. Kilian statt. Anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Lichtenau.

Zur Erinnerung an ihn werden wir im Herbst an einem passenden Ort einen Baum pflanzen.

Der Klönabend am gleichen Tag im Haus am Kump fällt aus.

Donnerstag, 26. Juli 2018

NRW-Stiftungspräsident Uhlenberg besichtigt Renaturierungsmaßnahme im oberen Almetal

Der neue Präsident der NRW-Stiftung kam Anfang Juli nach Ringelstein um sich ein Bild vom Forstschritt zu den Renaturierungsarbeiten an der oberen Alme zu machen, zu denen im vergangenen Sommer der Spatenstich erfolgte.

Zusammen mit Mitarbeitern der NRW-Stiftung ließ er sich von Carsten Schnell, Biostation und dem Geschäftsführer des Wasserverbandes Obere Lippe, Volker Karthaus,  Informationen zum Vorhaben und zum Stand der Arbeiten geben. Von der GfN nahmen Christian Finke und Hubertus Nolte sowie der zuständige Revierbeamte des Regionalforstamtes Hochstift, Herr Bertmann, an dem besonderen Termin teil.

Die Teilnehmer der kleinen Exkursion an einer der neu angelegten Almeschleife


Neben der Neugestaltung der Alme mit zahlreichen Schleifen – die Länge der Alme von 900 m an dieser Stelle wird durch die Renaturierungsmaßnahmen um 600 m verlängert – fiel auch der hohe Totholzeintrag im neuen Flußbett auf.


 
  

Diese toten Bäume, Äste oder Wurzelstücke geben dem Flußbett und dem Ufer Struktur und den Tieren somit neuen Lebensraum. Durch die unterschiedlichen Strömungen und Verwirbelungen entstehen wertvolle Laichplätze. Mit den Fischen und Kleintieren kommen dann auch Vögel – wie der Schwarzstorch.

    




NRW-Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg zeigte sich sehr interessiert an dieser außergewöhnlichen Maßnahme und erhielt vom WOL-Geschäftsführer Karthaus zahlreiche Erläuterungen an den einzelnen Besichtigungspunkten.
Im August wird der 1. Bauabschnitt der Renaturierungsmaßnahme fertig gestellt und eingeweiht werden.
 







Start Streuobstnetzwerk NRW

 – Stadt Bad Wünnenberg ergänzt wertvollen Altbestand
Der NABU NRW fördert in diesem Jahr die Anpflanzung von Obstbäumen im Rahmen des neuen Streuobstnetzwerkes NRW. Gerade die alten Streuobstbestände in NRW nehmen ab, so dass der Schwerpunkt der Förderung auf der Ergänzung solcher alter Obstwiesen mit jungen Bäumen liegt.
Auf Vorschlag der GfN führte die Stadt Bad Wünnenberg in Abstimmung mit dem Bürgermeister Rüther und dem Leiter des städtischen Bauhofes, Herrn Pagelkopf, im Frühjahr eine Pflanzaktion im Bereich der alten Streuobstwiese am Köpkesberg am westlichen Ortsrand von Leiberg durch.

 Auf der Streuobstwiese, die beweidet wird, standen in diesem Jahr die alten Obstbäume – wie auch an vielen anderen Orten im Bürener Land - in voller Blüte. So strotzen die alten Bäume nur so vor Kraft:





In diese alte Streuobstwiese wurden dann einige junge Obstbäume vom Bauhof der Stadt nachgepflanzt, die so ergänzt wieder ihre alte Ausdehnung erhalten hat:









Die Auswahl der Bäume – natürlich alles alte Sorten – oblag Herrn Pagelkopf, ausgewiesener Fachmann für die alten Obstsorten.




Dabei achtete der Bauhofleiter auf Sorten mit möglichst hohem Polyphenolgehalt, wie bei den hier auch angepflanzten Sorten „Roter Boskopp“ oder „Prinz Albrecht von Preussen“. Diese allergenarmen Sorten wirken besonders gesundheitsfördernd und können auch von Apfelallergikern gegessen und genossen werden.  Dieses ist ja auch das Hauptanliegen des neuen GfN-Projektes „Alt und gesund!“.
Leider war aufgrund des Kreisfamilientages der Stadt und anderen Aktionen der GfN im Frühjahr noch keine Zeit, diese Aktion der Öffentlichkeit vorzustellen. Wir werden daher später im Jahr diese tolle Aktion der Stadt Bad Wünnenberg noch besonders würdigen, aber danken jetzt schon einmal Herrn Pagelkopf und seinem Team für die tolle Umsetzung.




Donnerstag, 29. März 2018

Wieder ein Schlagopferfund

Unterhalb einer Windenergieanlage in der Feldflur östlich von Etteln wurde ein toter Mäusebussard aufgefunden.

   
Wir haben direkt nach Mitteilung über den Fund den Fundort aufgesucht und den toten Bussard begutachtet. Die Verletzungen zeugen deutlich vom Schlag durch die Flügel der Windenergieanlage, eine tödliche Verletzung zum Bsp. durch eine Kollision mit einem PKW o.ä. kann dagegen ausgeschlossen werden.

Der Kadaver des Mäusebussards wird, wie auch bei den Schlagopferfunden in 2017, wieder einer entsprechenden Untersuchung zugeführt und an die sog. „Dürr-Liste“ gemeldet.




Mit Blick auf die zufälligen Funde in den vergangenen Jahren bittet die GfN auch gerade jetzt wieder unsere Mitbürger um Mithilfe, wenn sie als Wanderer oder Spaziergänger im Umfeld von Windenergieanlagen unterwegs sind. Achten Sie bitte auf mögliche Schlagopfer, denn die Funde sind reine Zufallsfunde, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, gerade auch beim Mäusebussard.
Die Vogelschutzwarte der Länder weisen auch in ihrer neuesten „Information über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel“ explizit auf die Gefährdung der Mäusebussarde hin. Spätestens nach der Abschluss des PROGRESS-Projektes und den vielen Schlagopferfunden in Deutschland ist klar, dass auch dieser Greifvogel stärker bei Planungen und Genehmigungen von Windkraftanlagen berücksichtigt werden muss. Wir sind froh, dass dieses bereits vom Kreis Paderborn so anerkannt und auch inzwischen schon als Teilbegründung eines Ablehnungsbescheides (Windpark am Hirschweg, südl. von Haaren) angeführt wurde.
Die aktuelle Information der Vogelschutzwarte umfasst nunmehr 116 Seiten und 459 Literaturquellen und kann über folgenden Link abgerufen werden:
http://www.lfu.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.3310.de/vsw_dokwind_voegel.pdf

Grünes Licht für GfN-LEADER-Projekte

In der 8. LAG-Sitzung des Regionalforum Südliches Paderborner Land e.V. am 28. Februar 2018 in Bad Wünnenberg
 wurden die beiden GfN-Projektanträge „Alt und gesund! – Allergenarme Äpfel und Apfelbäume aus der GfN-LandObstWerkstatt“ und „Edelkrebsschutz an der oberen Sauer“ einstimmig angenommen.


Die Beschlussfassung erfolgte nach einer kurzen Projektvorstellung durch Christian Finke und einer Projektbewertung. Hier konnte das Obstprojekt der GfN die bisher höchste Punktebewertung aller LEADER-Projekte in unserer Region erreichen, was uns sehr freute.
Nachdem nun alle Hürden vor Ort genommen sind, werden nun zeitnah die eigentlichen Förderanträge an die


Bezirksregierung in Detmold gestellt, die bereits im Vorfeld die grundsätzliche Förderwürdigkeit unserer Projekte bejahte. Dennoch wird es noch ein paar Monate dauern, bis wir mit der eigentlichen Projektarbeit beginnen können. 

GfN – Anwalt der Natur vor unserer Haustür

Im Februar und März 2018 hat die GfN in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden BUND, NABU und pro grün im Kreis Paderborn wieder 3 Stellungnahmen verfasst und als Einwendungen an den Kreis Paderborn gesandt.
2 Stellungnahmen erfolgten im Rahmen eines Screenings für Repoweringvorhaben für den Neubau von Windenergieanlagen in Asseln und Henglarn. Die Naturschutzverbände stehen solchen Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber, zumal es auch zum Rückbau von Altanlagen kommt. Dieses entbindet die jeweiligen Antragssteller jedoch nicht von der grundsätzlichen Beurteilung, ob von der Neubaumaßnahme nicht doch eine erhebliche Beeinträchtigung der Schutzgüter Mensch, Natur und Landschaft ausgeht.
In diesem Fall waren die vorgebrachten Unterlagen, insbesondere der Landschaftspflegerische Begleitplan (LBP), mehr als mangelhaft, was zu einer entsprechenden Rüge durch die Umweltverbände und uns führte.
Bei der weiteren Stellungnahme vor wenigen Tagen haben die heimischen Umweltverbände ihre Ablehnung zu dem Bau einer Einzelanlage zwischen Etteln und der A 33 bekräftigt. Besonders ärgerlich ist es festzustellen, wenn durch die Präsentation von irreführenden Daten der Anschein erweckt werden soll, dass hier z. Bsp. im Fall des Rotmilans keine Gefährdung besteht, zumal im Gefahrenbereich (126 m) „keine Flugbewegung stattgefunden hat“.
Diese Darstellung der Raumnutzung des Rotmilans nach einer Kartierung durch das Gutachterbüro Schmal & Ratzbor war Teil der Antragsunterlagen.
Wie weit diese Annahme von der Realität entfernt ist, beleget die (vom Kreis Paderborn als Genehmigungsbehörde eingeforderte) Neukartierung in 2017.
Diese Raumnutzung des Rotmilans entspricht der neuen Raumnutzungsanalyse des Büros Schmal & Ratzbor aus dem Jahr 2017 und zeugt von der Diskrepanz zwischen den beiden Analysen, ist doch davon auszugehen, dass die Untersuchung in 2017 die Flugbewegungen des Rotmilans realer darstellen dürfte. Die beantragte Einzelanlage ist hier von uns nachträglich blau markiert und liegt inmitten der Flugbewegungen.
Allerdings war die neue Kartierung Teil der nachträglich ausgelegten Antragsunterlagen im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren zu fünf benachbarten Windenergieanlagen und nicht Teil der Antragsunterlagen der Einzelanlage.
Über den Grund, warum hier eine alte – und zudem fragwürdige – Kartierung präsentiert wird und gleichzeitig relevante aktuelle und vom gleichen Gutachter für den gesamtraum erstellte Unterlagen vorenthalten werden, darf man gerne etwas spekulieren.

Dienstag, 6. Februar 2018

GfN im landesweiten Netzwerk zum Streuobstwiesenschutz aktiv

Die Umweltschutzverbände NABU, SDW und LNU haben gemeinsam mit den Landwirtschaftsverbänden Rheinland und Westfalen das „Netzwerk Streuobstwiesenschutz NRW“ in unserem Bundesland gegründet, dass vom NRW-Umweltministerium gefördert wird.

 Durch das Netzwerk soll einer weiteren Abnahme von Streuobstwiesen in NRW entgegengetreten und gezielt Neuanlagen oder die Pflege von alten Streuobstwiesen angegangen bzw. unterstützt werden.
Die Federführung des Netzwerkes obliegt dem NABU NRW, der am 17.01.2018 zahlreiche Akteure zum ersten großen Runden Tisch nach Düsseldorf eingeladen hat und dabei auch die GfN als langjährigen regionalen Akteur berücksichtigte, was uns sehr gefreut hat. Dort wurde anhand eines Beispiels aus dem Rhein-Sieg-Kreis die dortige, leider sehr negative Entwicklung der Streuobstwiesen zwischen 1990 und 2013 dargestellt:
(Präsentationsfolie von Corinna Dierichs, Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis)
Das Beispiel zeigt, wie wichtig der aktive Streuobstwiesenschutz geworden ist, zumal die Entwicklung im Rhein-Sieg-Kreis kein Einzelfall in NRW darstellen dürfte und sicherlich auch in unserer Region Handlungsbedarf besteht. Die GfN will sich aktiv im Netzwerk einbinden und bereitet hierzu erste eigene Projektideen vor, die im Bürener Land zum Streuobstwiesenschutz umgesetzt werden können.

GfN trauert um ihren stellv. Vorsitzenden Franz Meyer

Unser Vorstandsmitglied Franz Meyer verstarb am 1. September 2018 viel zu früh im Alter von nur 55 Jahren. Auch wenn wir von seiner schwer...